„Nordische Li Ziqi“ ist ein Hit! Nacktschwimmen in einer Eishöhle, kein Wasser, kein Strom, 12 Jahre in einem verlassenen Dorf leben, doch alle beneiden sie...
Read, share, and explore related stories through curated categories and tags.
Seit Li Ziqi aufgehört hat, Videos zu veröffentlichen, kann ich nicht anders, als ihre alten Videos immer wieder anzuschauen.
In den Bildern liegt eine warme Rauchigkeit und eine Poesie, die in den Bergen und Wäldern versteckt ist – jedes Mal trifft es mich mitten ins Herz: Wenn ich so ein Leben führen könnte, wäre das großartig.
Es ist kein Zufall, dass es in Nordeuropa eine junge Frau namens Jonna Jinton gibt, die ebenfalls zurückgezogen lebt – aber ihre Situation ist ganz anders als die von Li Ziqi.
Sie wird nicht nur nicht vergöttert, sondern von den Internetnutzern auch heftig kritisiert – aus einem einzigen Grund: Sie sei zu “gekünstelt”.
Ich erinnere mich besonders an ein Video: Sie steht in einem dünnen T-Shirt bei minus mehreren Dutzend Grad im verschneiten Gelände, packt eine Eissäge und haut sie mit voller Kraft in den zugefrorenen See.
Eissplitter fliegen hoch, die Muskeln in ihren Armen sind angespannt, und schließlich schlägt sie ein quadratisches Loch in die Eisdecke.
Ich dachte, sie würde fischen – aber dann holt sie ein Waschbrett hervor!
Da habe ich echt gestaunt – diese Frau macht einfach, was sie will, ohne auf Konventionen zu achten.
Noch verrückter wurde es: Sie hängt die gewaschene Kleidung direkt im eisigen Schnee auf.
Die Kommentare explodierten sofort: “Ist sie krank?”, “Will sie sterben?” – die Beschimpfungen füllten den Bildschirm.
Aber Jonna kümmerte sich nicht darum. Kurz darauf lud sie ein neues Video hoch: Sie springt fast nackt in das Eisloch, mit einem genießerischen Lächeln im Gesicht.
Ich zittere unter meiner Decke, aber diesmal beschimpfen die Leute sie nicht mehr – stattdessen machen sie sich alle Sorgen, ob sie unheilbar krank sei.
Aber woher sollten sie wissen, dass diese verrückten Aktionen für Jonna nur Alltag sind?
Zurück ins Jahr 2011: Da steckte Jonna, wie die meisten von uns, im Kreislauf von Pendeln, Überstunden und beengtem Wohnen fest und konnte kaum atmen.
Eines Tages blätterte sie in einem alten Fotoalbum und stieß auf ein Bild ihrer Großmutter: riesige verschneite Ebene, eine ruhige Holzhütte, und hinter der Großmutter steht ein sanftes Pferd.
Keine Hochhäuser, die den Himmel blockieren, kein Lärm, der einen stört – nur das Rascheln des Windes im Kiefernwald. Genau das Bild, das immer wieder in ihren Träumen auftauchte.
Sie kündigte sofort ihren Job und machte sich auf den Weg zu dem Dorf auf dem Foto: Grundtjörn.
Das ganze Dorf hatte zehn Einwohner, die alle herauskamen, um sie zu begrüßen – in so einer abgelegenen Gegend ist ein Neuzugang ein größeres Ereignis als Neujahr.
Aber als sie die Hütte ihrer Großmutter betrat, sank ihr fast das Herz: Spinnweben überall, der Fensterrahmen undicht, nicht einmal Wasser oder Strom.
Gerade als sie verzweifeln will, stößt sie das zerbrochene Fenster auf –
ein Reh springt über eine Wiese, die wie ein bunter Teppich aussieht, und das Vögelgezwitscher mit Harzgeruch trifft sie direkt in der Brust. In diesem Moment zerplatzt alle Zögerlichkeit.
Das erste Jahr war extrem schwer.
Tagsüber melkte sie auf einer Farm Kühe, abends hackte sie Holz, machte Feuer, reparierte Wasserleitungen und baute Möbel.
In den Nächten bei minus 40 Grad schlief sie in ihrer Daunenjacke. Die alten Leute im Dorf hatten Mitleid und fragten: “Warum tust du dir das an?”
Aber sie lächelte nur und sagte: “Ein Haus kann man reparieren, aber wo findet man in der Stadt diese ursprüngliche Ruhe?”
Um zu überleben, begann sie, kurze Videos zu drehen.
Für den Sonnenaufgang kniete sie stundenlang am See, um zu sehen, wie das Gold nach und nach das Eis erleuchtet.
Für das Schmelzen im Frühling wartete sie, um das Knistern der brechenden Eisschicht aufzunehmen.
Im Sommer machte sie Yoga im Blumenbeet,
im Herbst hielt sie taufeuchte Beeren vor die Kamera und lächelte.
Anfangs hatte sie auch Angst um die Klickzahlen. Jeden Morgen griff sie zuerst nach dem Handy, um die Aufrufe zu checken, und inszenierte sogar bewusst Szenen.
Bis sie eines Tages, erschöpft im Bett liegend, plötzlich kapiert – so wird sie wieder zu der, die früher vom Leben getrieben wurde.
Seit sie die Besessenheit von KPIs aufgegeben hat, wurden ihre Videos nach und nach erfolgreicher.
Jetzt lebt sie mit einem Hund und zwei Katzen wirklich frei mitten in der verschneiten Wildnis.
Und was die Kritik der Internetnutzer betrifft? Sie hat längst keine Lust mehr, sich zu erklären. Denn das Leben lebt man für sich selbst, nicht als Ausstellungsstück für andere.
Jedes deiner „❤️” sieht Reise-Influencer gerne, danke!
Tag navigation
Explore articles that share the same tag and jump to tag pages.
Category navigation
Jump to the article’s category or explore nearby topics.
Liste veröffentlicht! 9 Orte in Xi'an ausgewählt
Jump to the more recent article in this topic series.
Tierfreunde, aufgepasst: Frohe Feiertage!
Continue to the previous article in this series.
Related stories
More articles from the same category and nearby topics.