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Wenn man jemanden zum Essen einlädt und die andere Person sagt „Ich kann nicht, es ist etwas dazwischengekommen“, sagen Sie nicht „Okay, dann ein anderes Mal“. Hier kommt die Antwort mit hoher emotionaler Intelligenz.

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Wenn man jemanden zum Essen einlädt und die andere Person sagt „Ich kann nicht, es ist etwas dazwischengekommen“, sagen Sie nicht „Okay, dann ein anderes Mal“. Hier kommt die Antwort mit hoher emotionaler Intelligenz.

Autor: Kaninchen von der VIKAN-Redaktion

Quelle: VIKAN (ID: kawa01)

Hattest du schon mal so eine Erfahrung?

Du hast ein tolles Essen geplant, drei Tage lang ein Restaurant ausgesucht, den Speiseplan fünf Mal im Kopf durchgespielt und dir sogar schon die Bildunterschrift für den Social-Media-Post überlegt. Dann schickst du voller Vorfreude die Einladung, und die andere Person antwortet: „Ich komme nicht, es ist kurzfristig etwas dazwischengekommen.”

In dem Moment fühlt es sich an, als hätte jemand einen Ballon, den du gerade aufgeblasen hast, mit einer Nadel durchstochen.

Was ist die erste Reaktion der meisten Leute? „Ach so, okay, dann beim nächsten Mal.“ Und dann schieben sie die Person innerlich auf die Liste „Nie wieder einladen“.

Aber wenn du mal genauer darüber nachdenkst: Diese Antwort wirkt zwar oberflächlich höflich, sagt aber eigentlich gar nichts aus.

Das „nächste Mal“ vom „beim nächsten Mal“ bedeutet im Grunde „im nächsten Leben“.

Der andere fühlt sich dadurch auch nicht von deiner sozialen Kompetenz beeindruckt, sondern denkt eher: „Ach, er/sie wollte mich wohl doch nicht wirklich einladen.”

Wie soll man also stattdessen antworten? Ich habe dir drei Situationen aufgeschlüsselt, jede davon praktisch erprobt – damit du sie beim nächsten Mal parat hast.

Der erste Fall, und der häufigste: Die andere Person hat tatsächlich etwas zu tun, aber es ist nicht so dringend. Hauptsächlich will sie dir nicht sagen, worum es genau geht.

Dann bloß nicht nachfragen: „Was ist los?“ oder „Ist es schlimm?“. Das wäre taktlos. Auch nicht eiskalt sagen: „Okay, tschüss dann.“ Das wäre zu emotionslos. Der elegante Weg ist – erst eine Brücke bauen, dann Spielraum lassen.

Du kannst lächelnd sagen: „Ach, wie schade! Ich hab meinem Chef schon erzählt, dass ich heute einen ganz besonderen Freund mitbringe. Der wird jetzt enttäuscht sein.“

Was ist das Geniale daran? Erstens: Du nennst ihn einen „ganz besonderen Freund“ – das gibt ihm das Gefühl, geschätzt zu werden. Zweitens: Du schiebst die „Enttäuschung“ auf deinen Chef, nicht auf dich. Du zeigst dich großzügig. Drittens: Ein bisschen Humor lockert die Stimmung. Selbst wenn er wirklich was vorhat, fühlt er sich wohl, und beim nächsten Mal wird es ihm leichter fallen, dich nicht abzusagen.

Der zweite Fall: Die Person will wirklich kommen, hat aber tatsächlich etwas, z. B. kurzfristige Überstunden, ein krankes Kind oder eine Autopanne.

Dann ist deine Aufgabe – die „Ablehnung“ in „Gebrauchtwerden“ zu verwandeln.

Du kannst so sagen: „Okay, kümmer dich erstmal um deine wichtigen Sachen. Und wenn du Hilfe brauchst, wo es brennt, sag einfach Bescheid. Ich hab heute sowieso Zeit.“

Was fühlt die andere Person dann? Du drängst nicht auf das Treffen, du kümmerst dich um sie.

Du wirst vom „Einlader“ zum „Rückhalt“.

Das Essen fällt zwar aus, aber eure Beziehung ist enger geworden. Beim nächsten Mal wird er dich umso lieber einladen.

Der dritte Fall ist eine fortgeschrittene Taktik – die andere Person sagt vielleicht nur „höflichkeitshalber“ ab.

Manche sagen „Ich hab was dazwischengekommen“, was übersetzt heißt: „Ich habe keine große Lust“ oder „Ich bin zu faul, rauszugehen“.

Wenn du dann sagst: „Dann ein andermal“, gibt es meistens kein nächstes Mal. Du musst ihm einen Grund geben, den er nicht ablehnen kann.

Du kannst lächelnd sagen: „So ein Pech! Ich hab extra das Gericht bestellt, von dem du neulich gesagt hast, dass du es mal probieren willst. Der Koch meint, die Zutaten sind heute besonders frisch. Wie wär’s: Ich probiere es für dich vor und sag dir dann, wie es war. Nächstes Mal musst du aber selbst kommen und es beurteilen.“

Die Wirkung dieses Satzes liegt darin – du hast dir gemerkt, was er gern isst. Er fühlt sich wertgeschätzt.

Du machst aus dem „Essen“ ein „Vorkosten für ihn“. Er bekommt ein schlechtes Gewissen, weil er dich „hängen gelassen“ hat. Und wenn jemand ein schlechtes Gewissen hat, verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit, dass er beim nächsten Mal zusagt.

Natürlich gibt es noch eine Situation, die du lernen musst einzuschätzen: Wenn dich jemand drei Mal hintereinander ablehnt und jedes Mal “spontan etwas dazwischenkommt”, dann musst du dir auch keine Gedanken über eine besonders emotionale Antwort machen.

Antworte einfach mit “Okay” und streiche diese Person dauerhaft von deiner “Einladungsliste”.

In der Erwachsenensozialisation ist die höchste Form von emotionaler Intelligenz nicht, jede Mahlzeit zu einem Erfolg zu machen, sondern zu erkennen, welche Personen es wert sind, dass du sie ein zweites Mal einlädst.

Zum Schluss ein Satz für dich: Menschen, die wirklich mit dir essen wollen, bringen bei Regen einen Regenschirm mit, holen Überstunden nach, wenn sie arbeiten müssen, und vereinbaren bei spontanen Terminen aktiv einen konkreten Zeitpunkt mit dir.

Diejenigen, die nur “ein andermal” sagen, aber nicht “wann genau”, brauchst du nicht allzu ernst zu nehmen.

Und du – du musst deine emotionale Intelligenz nur für die Menschen aufheben, die es wert sind.

Was die anderen betrifft: Dein “Okay” ist schon höflich genug.

Autor: Kaninchen vom Redaktionsteam von VIKAN, Erstveröffentlichung auf dem -Account: VIKAN (ID: kawa01), VIKAN, Millionen Menschen das schöne Leben zeigen. Nachdruck nur mit Genehmigung von VIKAN.

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