Reiseziele im Juni! Gegen den Strom reisen, den Sommer bei 25°C genießen, schöne Landschaften ohne Menschenmassen!
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Als alle so ungeduldig wurden, habe ich heute mal die ganzen Influencer-Listen weggelassen und rede über meine geheimen heimischen kühlen Orte, die ich für mich behalten habe.
Wenig los, schöne Landschaft und dazu noch eine natürliche Klimaanlage, perfekt für nächsten Monat.
Wugong-Berge
„Die wandelbare Wolkenwiese“
Vor ein paar Jahren war der Wugong-Berg nur ein Geheimtipp unter Outdoor-Fans.
Damals waren nicht so viele Leute da und es gab noch nicht diese überwältigende Influencer-Kultur. Wer es auf den Gipfel schaffte, war jemand mit einer Leidenschaft für die Berge, der diese Hochgebirgswiese mit eigenen Füßen maß und die ursprüngliche Natur berührte.
Später wurden die Kurzvideos viral und dieser verborgene Zauberberg im Gebirge wurde plötzlich bekannt.
Alle entdeckten, dass es vor ihrer Haustür diesen unterschätzten berühmten Berg im Süden des Jangtse gab, der zusammen mit dem Lushan und dem Hengshan zu den drei großen Bergen des Südens zählt.
Die Seele des Wugong-Bergs liegt auf 1600 Metern Höhe in den Wolken – dort gibt es zehntausend Hektar Hochgebirgswiese, die sich entlang der Bergkämme bis zum Horizont erstreckt. Die welligen, grünen Hügel sehen aus wie ein erstklassiger Samtteppich. Diese Art von „Himmelswiese“ ist weltweit selten.
Das Wetter am Wugong-Berg ist wechselhaft wie das Gesicht eines Kindes. Eben noch strahlender Sonnenschein, der einen nach Schatten suchen lässt, und schon im nächsten Moment strömt dichter Nebel wie eine Flutwelle heran und hüllt den ganzen Berg ein, sodass man die Richtung verliert.
Bevor man die Regenjacke rausholen kann, prasseln schon dicke Regentropfen herunter. Gerade noch in der Klemme, hört der Regen plötzlich auf, die Wolken zerstreuen sich und am Himmel explodiert ein feuriger Sonnenuntergang, rot und golden, als wäre eine Farbpalette umgekippt – so intensiv, dass es kaum zu fassen ist.
Der Aufstieg ist wirklich anstrengend, die Beine fühlen sich bleischwer an, jeder Schritt ist ein Kampf mit sich selbst.
Aber bloß nicht aufgeben. Wenn man dann endlich keuchend auf dem Gipfel ankommt, öffnet sich vor einem eine weite Aussicht: Das Wolkenmeer zu Füßen fließt und wogt lautlos wie ein Wasserfall. Diese Erschütterung kann keine Sprache in Worte fassen.
Nur dann versteht man diesen Satz: „Entweder du gehst nicht zum Wugong-Berg, oder du willst unzählige Male wieder hin.“
Libo
„Der Smaragd am Gürtel der Erde“
Allein das Aussprechen der beiden Zeichen „Libo“ lässt einen das kühlende Aroma von Pflanzen in die Lunge eindringen.
Der Sommer hier scheint die Hitze vergessen zu haben, nur unvergängliches Grün ist präsent, der Wind trägt sogar feuchte Blattdüfte mit sich. Ein tiefer Atemzug bringt Klarheit in alle Organe.
Der Wald im Maolan ist ein lebendiges Fossilwunder, der letzte große Karstwald auf diesem Breitengrad der Erde.
Die Gipfel ragen wie Bambussprossen empor, Wasserfälle hängen wie weiße Bänder herab, verstecken tiefe Höhlen und bieten einzigartige ethnische Minderheiten-Kultur.
Alles hier wächst frei und ungestört.
Überall ist ein Meer von unzähligen Grüntönen, die Luft ist so dick mit negativen Ionen, dass man sie fast auspressen könnte. Diese Ruhe fernab der Zivilisation muss man selbst erleben.
Der angrenzende Zhangjiang-Scenic-Area treibt das „Grün“ auf die Spitze.
Der Kleine Siebenbogen, der Große Siebenbogen, der Shuichun-Fluss, der Zhangjiang-Uferstreifen – 58 Sehenswürdigkeiten reihen sich wie eine kühle Smaragdkette aneinander.
Der Kleine Siebenbogen ist der beliebteste: In einem zwölf Kilometer langen Tal drängen sich Höhlen, dichte Wälder, Seen, Wasserfälle, bizarre Felsen und klare Bäche – wie ein riesiges, vergrößertes Miniatur-Steingebilde, ein Meisterwerk der Natur.
Das Wasser ist der größte Anziehungspunkt. Die Mineralien am Boden und das reflektierte Sonnenlicht färben das Wasser in einem erfrischenden Blaugrün, so klar wie geschmolzene Edelsteine.
Eine hundert Jahre alte blaue Steinbrücke liegt ruhig auf der Wasseroberfläche, ihr Spiegelbild im Wasser schwankt und formt einen vollkommenen runden Mond. Wenn man an der Brücke steht, fühlt man sich wie in ein Paradies auf Erden versetzt, die Seele wird ruhig.
Ulanbutong
„Die Freiheit des Pferderitts im Galopp genießen“
Wie könnte der Sommer ohne Steppe sein?
Tagsüber sieht man Rinder und Schafe gemächlich grasen, man kann selbst nicht widerstehen, im weichen Gras zu wälzen und zu rennen; nachts liegt man auf der Wiese, starrt in den Sternenhimmel und lässt die Gedanken mit der Milchstraße schweifen. Wenn es um Steppen geht, ist Ulanbutong definitiv der Spitzenreiter.
Vom Südtor, das an den Saihanba anschließt, betritt man zuerst das Ulanbutong Film- und Fernsehstudio.
Die Landschaft hier ist sehr interessant: Hügelketten umgeben die flachen Weiden, dunkelgrüne Wälder setzen sich wie Flecken auf dem grünen Teppich ab und zeichnen das Bild der „weiten Himmel, endlosen Weiten“ der Grenzregion, so weit das Auge reicht.
Um Ulanbutong zu verstehen, muss man langsam machen. Am Morgen ist die Steppe von einer dünnen Nebelschicht umhüllt, weißlicher Nebel bewegt sich langsam über die Grashalme und steigt auf, wie ein Schleier, der die Erde bedeckt.
Wenn die Sonne hervorspringt, löst sich der Nebel auf und vor einem liegt saftiges Grün, das sich ohne Zurückhaltung ausbreitet.
Von einem erhöhten Punkt aus sieht man in der grünen Weite kleine gelb-weiße Punkte. Wenn man näher kommt, entdeckt man runde Jurten, die wie verstreute weiße Pilze auf dem grünen Teppich wirken, verspielt.
Hier gibt es keine blendenden Hochhäuser, keine lästigen Hupgeräusche, nur still dahinfließende Flüsse, Sanddünen, die in der Sonne glitzern, sattgrüne Weiten bis zum Horizont und einen Himmel, der so blau ist, dass es blendet.
Die Sorgen des Herzens, die Arbeitsangst, die Blicke der anderen – all das kann man in den Himmel schleudern. Rennen, schreien, wie man will, ganz unbeschwert.
Yili
„Das legendäre Paradies südlich der Großen Mauer“
Die Schönheit Xinjiangs wechselt mit den Jahreszeiten, aber die ultimative Pracht im Sommer erreicht Yili. Die Steppe hier ist so grün, so ehrlich und ohne Vorbehalt.
Sie ist nicht wie ein Flickenteppich, sondern eine nahtlose, riesige Decke – von den Bächen aus zieht das Grün über die Weiden, klettert die dunklen Waldlinien hinauf bis zu den schneebedeckten Gipfeln in der Ferne.
Tiefgrün, Hellgrün, Dunkelgrün, Heilgrün – unzählige Schattierungen von Grün überlagern sich und färben den gesamten Himmel und die Erde.
Wenn es regnet, legen sich Nebel und Wolken um die Berge, wie weiße Schals, die eine mystische Stimmung verleihen und einen immer wieder dazu verleiten, in diese Nebel einzutauchen.
Im Juni verwandelt sich Yili in ein prächtiges Kleid.
Überall blühen Lavendelfelder, die ganze Landschaft ist in lila Duft getaucht.
Wenn der Wind weht, wiegen sich die Blüten und erzeugen lila Wellen. Steht man im Feld, fühlt man sich wie auf einem violetten Meer, selbst der Atem trägt den süßen Duft der Romantik.
Um ein Meer von Lavendel zu sehen, muss man nicht bis zur Provence reisen; die violette Romantik von Yili reicht aus, um den gesamten Sommer zu verzaubern.
Blumenvogelinsel
„Glück wird hier greifbar“
Bevor ich zur Blumenvogelinsel kam, hörte ich: „Wer einmal da war, hat kein Platz mehr für andere Meere im Herzen.“
Erst als ich diese Insel betrat, verstand ich die Bedeutung dieses Satzes. Sie hat eine Magie, dass man nicht mehr gehen will.
Die Insel ist klein, man kann sie zu Fuß erkunden. Autos sind nicht erlaubt, die Luft ist besonders sauber.
Die kleinen Häuser am Straßenrand sind liebevoll dekoriert, auf den Fensterbänken drängen sich blühende Blumen, Windspiele an den Türen klimpern im Wind. Sie sind keine Luxusvillen, aber voller beruhigender Lebensfreude.
Schlendert man durch die Gassen, weiß man nie, was um die nächste Ecke lauert – vielleicht eine Katze, die in der Sonne döst, oder ein wildes Büschel, das um die Ecke lugt und eine kleine Überraschung bereithält.
Man schlendert zum Strand, zieht die Schuhe aus und tritt auf den feinen, weichen, kühlen Sand.
Die Wellen sind wie verspielte Kinder, die immer wieder sanft an die Knöchel klatschen und sich lachend zurückziehen. In diesem Moment schwinden die Sorgen, werden vom Wind verweht.
Vor einem sind nur der sanfte Wind, der weiche Sand und die langsameren Tage – das sind die Dinge, die es wert sind, festgehalten zu werden.
Wenn die Zeit reicht, sollte man unbedingt ein paar Tage auf der Insel bleiben. Morgens von den Wellen geweckt, nachmittags unter einem alten Baum ein Nickerchen machen, abends auf den Horizont starren, bis die untergehende Sonne das Meer in Orange taucht.
Hier scheint die Zeit vom Wind verlangsamt zu werden, alles ist entspannt.
Das Wetter ist gut, die Menschen nicht zahlreich. Such dir einen Ort aus, der dir gefällt, sortiere deine Gedanken und mach dich auf den Weg. Der wahre Sommer liegt nicht in diesen gemütlichen Ecken, wo man das Leben nach seinen eigenen Vorstellungen lebt?
Jedes deiner „❤️“ sehen wir, danke!
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